Wer zum Teufel bist du? «Maverick – Entrepreneur – Social Media Guy» und du?

Die meisten von euch – und das ist auch verständlich – haben noch überhaupt keine Ahnung, wer ich bin oder was ich mache. Ich habe es immer gehasst mich in der Schule oder an der Uni in Gruppenarbeiten vorzustellen. Was soll man erzählen? Hobbys – langweilig. Alter – interessiert keinen. Wohnort – scheisse, erzähl ihnen ja nicht, dass du vom Land kommst, sonst nehmen sie dich nicht mehr ernst.

Seht ihr? Ziemlich knifflige Aufgabe sich anderen in einem Licht zu präsentieren, damit diese sich mehr als nur den Namen – und das ist schon viel verlangt – merken.
Hier also mein Versuch euch etwas mehr über mich zu verraten. Kurze Info vorab: Ich bin sehr unkonventionell und direkt veranlagt. Nicht erschrecken, los gehts!

Maverick – «Sorry, Goose. But it’s time to buzz the tower»

maverick

Im Film «Top Gun» spielte Tom Cruise den waghalsigen US-Piloten Pete «Maverick» Mitchell. Sein Spitzname spiegelt seine Art und sein Wesen wider. Der Begriff Maverick (Querdenker) ist nicht erst im berühmten Flieger-Epos entstanden, aber der Film eignet sich perfekt, um ihn zu erklären – «Danger Zone» von Kenny Loggins läuft beim Schreiben dieses Artikel natürlich auf Dauerschleife. Jeder, der den Film gesehen hat, lässt sich vom unvergleichlichen Charakter, des damals noch frischen Tom Cruise anstecken. Er ist frech, charmant und waghalsig. Und sehr oft auch mit einer solchen Leidenschaft bei der Sache, dass er Gefahren übersieht oder Grenzen überschreitet.

Früh in meiner Jugend wurde mir klar, dass ich häufig nicht derselben Meinung wie andere in meinem Alter gewesen bin. Ich war immer der mit der grossen Klappe und wollte wissen warum etwas so ist, wie es ist. Das brachte mir bei einigen meiner damals noch sehr konservativen Verwandten nicht sehr viel Sympathien ein. Schnell mal wurde ich als der Vorlaute der Zwillinge eingestuft – ja, ich habe einen Zwillingsbruder, aber das tut hier nichts zur Sache – Auch in der Schule war es den Lehrern häufig mehr schlecht als Recht mit mir. Einer meiner Lehrer hat meinen Eltern einmal gesagt, er wisse nicht warum, aber ich scheine nie richtig aufzupassen. Ich sei ein Träumer im Unterricht und trotzdem hätte ich ziemlich ordentliche Noten.

Mein Problem: Wenn mich was nicht interessiert hat, und das ist bis zum heutigen Tag so, lasse ich es die Leute auch wissen und bemühe mich nicht daraus ein Geheimnis zu machen. Was soll das bringen? Bitte versteht mich nicht falsch, ich weiss sehr wohl, wie ich das jemandem beibringe ohne ein totales Arschloch zu sein, aber es ist nunmal meine ehrliche Meinung.

Ein Querdenker ist jemand, der den Status Quo nicht einfach nur akzeptiert, er fordert ihn heraus. Er versucht Dinge nicht einfach nur zu akzeptieren, sondern schafft sich sein eigenes Verständnis für Zusammenhänge. Ich ecke mit meiner Art oft an, dass ist mir durchaus bewusst. Gleichzeitig weiss ich aber, dass die Leute in meinem Umfeld ein klares Bild davon haben, was sie von mir erwarten können und was nicht.

Ist mir wichtig, was andere von mir halten?
Um Himmelswillen NEIN. Bezahlt ihre Meinung meine Rechnungen oder macht mich glücklicher? Muss ich dadurch zwingend ein asozialer Arsch sein? Nein. Der nötige Respekt gegenüber anderen und die Fähigkeit aus jeder Unterhaltung etwas zu lernen, ist mir unglaublich wichtig und ich bin meinen Eltern für diese Lebenseinstellung, die sie mir früh mitgegeben haben, unendlich dankbar.

Entrepreneur – Ist Unternehmer zu sein jetzt eine Modeerscheinung?

Wo wir gerade bei meinen Eltern sind – Ich habe wahrscheinlich mehr von meinem Vater als ich in seiner Gegenwart zugeben würde, aber er ist mit einer der Gründe, wieso ich unbedingt Entrepreneur werden wollte. Er war ein Rebell, brach früh aus dem normalen Alltag aus, wurde Matrose und gründete sehr früh sein Unternehmen, welches er bis heute führt. Ich wusste bereits als kleiner Junge, dass er hart dafür arbeitet. Ich sah aber auch, wie zufrieden ihn das machte und ich nahm mir ein Vorbild daran – Vielleicht war ich ein wenig früh mit dem Vorbild nehmen, denn meine rebellische Art bescherte meinen Eltern oft auch mal Kopfzerbrechen.

In meiner Kindheit lernte ich vor allem eines: Ich war äusserst privilegiert. Wieso sollte ich es schlechter reden, als es ist? Weil sich das besser als Story eignet? Nein, mein erster Lebensabschnitt war geprägt von vielen Erlebnissen. Unser Vater hat uns alles ermöglicht, wenn er gemerkt hat, dass wir es auch wirklich wollen und einen entsprechenden Einsatz liefern. Meine Mutter und er prägten mich schon früh mit der Mentalität, dass es nichts umsonst gibt – Heute weiss ich, dass man Mitleid doch recht häufig geschenkt bekommt, aber ich schweife ab. Die Schule fiel mir leicht und ich konnte neue Dinge sehr schnell aufnehmen. Ich suche neue Herausforderungen und war schon immer der ehrgeizige Typ. Wieso? Das liegt wohl an der DNA. Wenn man mich fragt, warum ich so ein ehrgeiziger Typ bin, könnte man auch einen Wolf fragen, wieso er heult – es liegt nun mal in unserer Natur. Jeder Mensch besitzt diese speziellen Eigenschaften, die ihn individuell machen.

Den Sport habe ich für mich sehr früh entdeckt. Es war ein ganz neues Level. Ich wurde gefordert und konnte mich messen. Was als Hobby begann, wurde schnell ernst und zum Grossteil meiner Jugend. Diesem Abschnitt in meinem Leben verdanke ich wohl meine Hartnäckigkeit. Ich erlebte im Sport viele Rückschläge und das tat mir, wie ich heute weiss, sehr gut. Es machte mich bescheiden und nervlich sehr belastbar.

«Du musst lernen zu verlieren, bevor du den Sieg auch wirklich verdient hast» – Coach

Verlieren? Richtig gehört. Jeder verliert mal und das sollte man akzeptieren. Im grossen Spiel namens Leben gewinnt und verliert man. Was mir aber nicht in den Kopf geht, ist, dass ich unzählige junge Menschen kennenlernen durfte – und noch kennenlernen werde –, die vom grossen Unternehmer-Traum schwärmen. Sie lieben angeblich jede Sekunde als Entrepreneur. Und boom! Ein paar Wochen später spricht man mit derselben Person und sie erzählt dir, welche Rückschläge sie durchleben musste und warum sie aufgegeben hat. Diese Einstellung trifft bei mir auf, sagen wir es höflich ausgedrückt, wenig Gegenliebe. Denken diese „Entrepreneure“ wirklich, dass man sich ein paar Monate ins Zeug legen und sich danach reich oder sogar wohlhabend nennen kann? Sie akzeptieren den normalen Bildungsweg, studieren oder machen eine Berufsausbildung, die mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Können aber keinen Monat durchhalten, wenn es darum geht, ihr eigenes Ding aufzubauen? Da könnte ich den Kopf pausenlos gegen die Wand hauen.

Wenn du etwas willst, dann geh raus und hol es dir. Erwarte aber nicht, dass in der heutigen Zeit irgendjemand auf dich wartet. Arbeite härter als alle anderen im Raum und du wirst erfolgreich. Es hat nichts mit Glück zu tun.

Aha, du bist einer dieser Social Media „Experten“

Ich war schon immer ein Technik-Nerd. Ich weiss noch, wie ich auf meinem ersten Rechner «Microsoft Flight Simulator» mit gefühlten tausend Floppy-Disks installiert habe. Die unendlich langen Wartezeiten mit den alten Routern, aber ich habe jede Sekunde geliebt. Computer strahlen eine Faszination auf mich aus. Die Fähigkeit seine eigene Kreativität, seine Ideen und seine Gedanken umzusetzen, wie es sonst kaum möglich wäre. Als dann die Sozialen Netzwerke auftauchten, war ich hell begeistert. Meine ersten Gehversuche tat ich noch auf MySpace oder Netlog. Dann kam Branchen-Primus Facebook und ich wusste, das wird etwas Grosses.

Seit 2009 befasse ich mich täglich mit Sozialen Netzwerken und lerne ständig dazu. Nichts ist so lebendig und schnell, wie die digitale Revolution – faszinierend. Der Sportler in mir wird geweckt: Auf dem neusten Stand sein, die besten Tipps und Tricks geben, noch besseren Content produzieren. Social Media ist heute das neue Internet. Die nächste Generation. Was viele noch nicht wissen: Es ist die grösste Marketingplattform der Welt. Jeder von uns ist heutzutage eine eigene Marke. Ein eigenes kleines Medien-Unternehmen. Niemals zuvor war die Transparenz zwischen Menschen so hoch wie heute.

«Weil Marketing nicht einfach Marketing ist» – Roger Haemmerli

Es ist eine Kunst seine Geschichte, sein Produkt oder seine Dienstleistung auf den Social Networks rüberzubringen. Die Kommunikation ist keine Einbahnstrasse mehr. Schreibst du Mist, gibts einen Shitstorm. Wenn du Glück hast sogar mit eigenem Hashtag. Die Interaktion mit anderen Menschen in deinem Netzwerk rückte über die letzten Jahre stärker in den Vordergrund und heute stimmt die Aussage: Der Kunde ist König.

Ich glaube daran, dass Social Media riesige Chancen für Menschen bietet, die eine Vision haben. Aber um ein Experte zu werden, benötigt es mehr als nur ein paar Posts und leichtbekleidete Selfies – wobei das bei mir nicht zu grossem Erfolg führen würde. Es braucht ein Verständnis für dein Netzwerk. Man muss das Meta verstehen. Die Dynamik jeder einzelnen Plattform. Twitter, Facebook, Instagram, Vine, Snapchat, Pinterest – sie alle sind anders und vertraut mir: Sie merken genau, wenn du ihren geliebten Content nicht nur für sie alleine produziert hast.

Bin ich ein Experte? Ja. Ich weiss theoretisch so ziemlich alles, was es zu den Social Networks zu wissen gibt. Bin ich ein Social Media Genie oder gar das Non-Plus-Ultra? Noch nicht. Und genau dieser Anspruch treibt mich täglich an noch besseren Content, noch bessere Interaktionen und noch mehr wertvolle Informationen zu produzieren. Denn das ist was wir tun: Wir geben den Leuten etwas ohne einen Anspruch zu haben. Wenn man wirklich von Herzen etwas weitergibt ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Dieses Gefühl – das ist für mich Glück.

Ziemlich ausführliche Antwort, ich weiss. Aber hey: Wer bist du?