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«Ich bin ein Leader!» – Ja, genau du Pfeife

Was mir aktuell immer häufiger auffällt, sind die Massen an Online-Coaches und Leader-Persönlichkeiten auf Social Media und im Internet. Aber was bedeutet es überhaupt, ein Leader zu sein und wieso wird die Bezeichnung Follower als abwertend empfunden?

Was bedeutet Leadership überhaupt? Es ist die Kunst der Überzeugung, die Kunst Menschen zu motivieren, mehr zu schaffen, als sie selbst für möglich gehalten hätten. Simon Sinek, berühmter Leadership-Coach und Beststeller-Autor, sagt treffend: «Wenn deine Aktionen andere inspirieren mehr zu träumen, mehr zu erreichen und mehr zu tun, dann bist du ein Leader.»

Ein Leader zu sein, hat nichts mit deinem Titel, mit deiner Aufgabe im Job oder deinem Einkommen zu tun. Nur weil du Menschen hast, welche dir ein Rapport abliefern müssen oder die in der Hierarchie-Stufe deines Unternehmen unter dir stehen, bist du nicht automatisch ein Leader.

Und eine der wichtigsten Eigenschaften eines Leaders: Man wird es nicht über Nacht. Es ist ein Service und eine Fähigkeit, welche man 365 Tage im Jahr weiterentwickeln muss.

Man bezeichnet sich nicht selbst als Leader, sondern man wird dazu ernannt. Zuerst bedarf es einen reelen Mehrwert für Leute in deinem Umfeld zu schaffen. Man kann sich diesen Titel nicht erzwingen oder erkaufen.

Und genau so, wie ein Hausmeister ein Leader sein kann, kann ein CEO ein Follower sein. Wie soll das den funktionieren? Wenn du ein Sklave das Status Quo bist, deine Mitmenschen nicht motivieren kannst ihr absolut Bestes zu geben und es dir an Visionen mangelt, dann bist du ein Follower. Wenn du dich wichtig nimmst, nur weil du einen Manager-Posten hast und unnötige bürokratische Schritte einführst – Follower. Wenn du auf Meinungen von Mitarbeitern pfeifst, nur weil du eine höhere Position hast – Follower.

Bist du ein Leader oder ein Follower?

Gehst du über deine Limits hinaus?

Follower machen ihren Job und gut ist. Egal, wie gut sie in diesem Job sind, es ist unwahrscheinlich, dass sie mehr machen, als absolut notwendig ist. Leader sehen ihre Funktionen im Job als absolutes Minimum. Qualität ist ein grundlegendes Verständnis und sie verstehen sich darin täglich ihre Tätigkeiten weiter zu verfeinern und stehen auch nicht um Punkt 5 von ihrem Arbeitsplatz auf und gehen nach Hause.

Bist du selbstsicher?

Wenn du Erfolge und Talente deiner Mitarbeiter als Gefahr siehst, bist du ein absoluter Follower! Als Leader siehst du solche Eigenschaften gerne und empfindest sie als Mehrwert. Dein Ziel ist es schliesslich das Unternehmen oder die Vision nach vorne zu bringen. Ein Leader sieht es nicht als Schwäche an, dass man andere Menschen braucht, um die besten Eigenschaften zu vereinen.

Bist du ein Optimist?

Follower sehen immer sofort die Barriere in einer neuen Situation oder sobald ein Problem auftaucht. Alles ist unüberwindbar. Leader im Gegenzug sehen in jeder Gegebenheit auch die Möglichkeit. Sie versuchen die Lehren aus Rückschlägen zu ziehen und beschuldigen NIEMALS andere für gescheiterte Projekte.

Bist du offen für Veränderungen?

Die meisten Menschen sehen den Status Quo als Sicherheit an und wollen daran festhalten. Sie sehen alles Neue als Gefahr und Übel an. Diese Ansichten teilen alle Follower. Leader wollen die konstante Weiterentwicklung und sehen die Gefahr im Stillstand.

In einer Welt, die sich schnell entwickelt, ist die einzige garantierte Strategie, wie man verliert, keine Risiken einzugehen. – Mark Zuckerberg | CEO Facebook

Bist du unerschütterlich?

Follower lassen sich oft von Hindernissen und Schwierigkeiten vom Kurs abbringen und sehen sofort das gesamte Projekt als gescheitert an. Leader lieben Herausforderungen, an denen sie wachsen können. Sie wissen bereits zu Beginn, dass sie auf Barrieren stossen können. Sie nehmen die Situationen an und meistern sie.

 

Hast du gesehen? Keine der obigen Fragen bezieht sich auf Titel, Einkommen oder deiner Position in der Hierarchie. Es ist eine Entscheidung ein Leader oder ein Follower zu sein – und zwar DEINE. Es sind zwei komplett verschiedene Wege die Welt zu sehen.

So siehts aus! Denk daran, wenn du das nächste Mal einen selbsternannten „Leader“ auf Social Media findest. Solltest du dich entscheiden Menschen zu inspirieren, dann fange heute damit an und arbeite täglich an dir. Und erst wenn du deiner Community einen wahren Mehrwert bietest und Menschen motivieren kannst, dann wirst du Leader genannt. Los geht’s, verdien dir den Titel!