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Wieso die Meinung anderer Menschen nicht zählt

Wo fangen wir am besten an, damit du nicht das Gefühl hast, ich sei ein arrogantes Arschloch. Ach was, deine Meinung interessiert mich sowieso nicht. Frech? Arrogant? Selbstverliebt? Möglicherweise. Aber frag dich eine Sache und sei ehrlich mit dir selbst: Ist die Meinung anderer Menschen für dich wirklich so wichtig?

Ich habe bereits mit dieser Einleitung jeglichen herkömmlichen sozialen Aspekt über Bord geworfen. Man muss doch anderen Menschen zuhören und Meinungen akzeptieren. Man sollte sich in die Gesellschaft eingliedern und zwischenmenschliche Beziehungen pflegen. Das alles will ich auch gar nicht kritisieren. Es geht mir um die Einstellung vieler Menschen betreffend der Meinungen in ihrem Umfeld. Wenn man auf ein wenig Gegenwehr trifft oder die eigene Ansicht nicht die Norm widerspiegelt, wird man gleich vorsichtig.

Warum tun die meisten Menschen das? Sie wollen in der Gesellschaft anerkannt sein und nicht zu den Aussenseitern gehören. Bestätigende Worte und aufmunternde Zusprüche soll es für das eigene Ego rieseln, wenn man sich dem allgemeinen Druck beugt und dieselben Ansichten vertritt – in die politischen Stammtisch-Regionen möchte ich mich jetzt hier auf keinen Fall begeben. Aber eine leicht ketzerische Frage: Was gibt es der Person zurück, die sich die allgemeine Meinung verinnerlicht?
Ich habe die Antwort: Absolut nichts! Anerkennung? Die kannst du dir auch erarbeiten und verdienen. Freunde? Ach bitte, werden wir nicht sentimental. Richtige Freunde müssen nicht in jeder Lebensansicht übereinstimmen, wo bleibt da der Spass?

«Solange Meinungen keine offizielle Währung sind, werden sie auch weiterhin keine deiner Rechnungen bezahlen.» – Roger Haemmerli

Das soll eine Sportart sein? Lächerlich!

Bestimmt fragst du dich, was bei mir wohl schief gelaufen ist, dass ich mich einen Dreck um Meinungen anderer Menschen zu meinen Taten schere. Einige würden dir jetzt von ihrer schwerer Jugend erzählen. Mobbing, keine Kollegen und dauernd der Aussenseiter. Aber so bin ich nicht. Meine Jugend enthielt einige der besten Lektionen für mein weiteres Leben.

Durch meinen Sport wurde ich oft belächelt. Wenn man nicht Fussball spielt, ist man doch out. Kinder können grausam sein. Aber entweder man lässt sich davon beeinflussen oder nicht. Beim Curling musste man den Leuten jeweils zuerst erklären, was das überhaupt ist – nein, mach ich nicht, geh googeln – und danach durfte man sich den hämischen Spott anhören. Das Gute an der Sache: Mit der Zeit hatte ich nur noch ein müdes Lächeln für all die Schenkelklopfer, die jeder für mich hatte. Ich wusste, dass mir dieser Sport viel mehr geben wird, als die Meinung dieser Menschen mir je wert sein wird. Und das ist der springende Punkt:

Die Ansichten anderer Menschen bewahren dich vor wichtigen Erfahrungen. Teilweise auch schmerzhaft, aber entscheidend für die Entwicklung von dir als Person. Eine eigene Meinung zu vertreten stärkt deine eigene Einschätzung und sie lässt dich auch mal in eine unangenehme offene Diskussion laufen, die du aber sowieso irgendwann mal führen musst. Oder du wartest bis zum Job-Interview für deinen Traumjob und bist bei den leichtesten Schlenker sofort aufgeschmissen. Ich kann dir eins sagen: Mitläufer und Leute, welche die allgemeine Meinung vertreten werden nie nach vorne preschen können. Sei kein Weichei!

Sei ein Querdenker. Sei nicht der Durchschnitt. Sei anders und vertritt deine Meinung mit Überzeugung. Diese Einstellung wird für dich alles verändern.