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Wie geniales Marketing «Red Bull» Flügel verleiht

60 Milliarden verkaufte Dosen sprechen Bände. Seit 29 Jahren gibt es den Energy-Drink und seine Geburt wurde von «Red Bull» eingeleitet. Was als verrücktes Hirngespinst began und sogar in Teilen Europas zu Beginn verboten war, setzte sich global durch. Der Grund für die Dominanz: Ein Marketing, das wahrhaftig Flügel verleiht.

Am 1. April – no joke – 1987 verkaufte das Unternehmen aus Österreich seinen ersten Energy-Drink. Die Firma, die von Dietrich Mateschitz gegründet worden war, hat nicht nur sein erstes Produkt lanciert, sondern gleich eine komplett neue Produktkategorie ins Leben gerufen. Was als kleiner Betrieb began, ist heute eines der grössten Unternehmen weltweit und verkauft seine Produkte in 169 Ländern. Der rote Bulle ist schon lange kein Energy-Drink-Verkäufer mehr. Hä? Aber genau das verkaufen sie doch, oder? Natürlich. Aber Dietrich Mateschitz und sein Team haben schon sehr früh begriffen, wie man Storytelling betreibt und warum man das Gefühl und nicht das Produkt verkauft. Lass mich erklären.

«Red Bull verleiht Flügel»

Hinter diesem Slogan stehen nicht nur witzige Zeichentrick-Werbefilmchen, die heute jeder kennt, sondern ein durchdachtes Konzept. Die Symbolik der Flügel steht für Freiheit und soll dem Käufer das Gefühl geben, alles erreichen zu können. Sie verkaufen dem Konsumenten das Feeling. Man will anders sein als der Durchschnitt und damit trifft Mateschitz um die Jahrtausendwende den Nerv der Zeit. Schlussendlich ist es für die Kunden von «Red Bull» nicht entscheidend, ob das Produkt gesund ist oder nicht. Es geht alleine um das WIESO. Das Gefühl dahinter und den kleinen Rebellen in sich zu mo­bi­li­sie­ren. Neben der richtigen Werbebotschaft nutzt das österreichische Unternehmen die perfekten Botschafter dafür: Hunderte Athleten aus jeder erdenklichen Sportart repräsentieren die Marke. Mit Extrem-Sport-Veranstaltungen gelingt «Red Bull» der Durchbruch.
Die Österreicher sind allgegenwärtig und es gibt kaum einen Sport-Event, den sie nicht unterstützen. Sie mischen in der Formel 1, Ski-Alpin und Extrem-Sportarten mit. Aber auch aufkommende Sportarten, wie z.B. E-Sports werden unterstützt. Mateschitz lässt dafür ein gewaltiges Budget zu. Man rechnet mit bis zu 3 Milliarden Euro, die jährlich in die Werbung von «Red Bull» fliesst. Fakt ist: Man sieht die blau-silberne Dose überall.
Das Mega-Unternehmen macht im Bereich Marketing nahezu alles richtig. Sie sind laut, schrill und hören auf ihre User-Base. Sie erschliessen immer neue Trend-Märkte oder rufen sie gleich alleine ins Leben. Genug Kapital haben sie jetzt dafür. Wenn man ihnen etwas vorhalten kann, ist es die Qualität des Produktes. Aber sind wir ehrlich: «Trink Red Bull, es ist ungesund und schadet deinen Zähnen» ist kein sonderlich guter Werbeslogan, oder?

«Du bist nie zu bekannt für gutes Marketing» – Roger Haemmerli

Mateschitz hat bewiesen, dass er kein ultra-gesundes Produkt braucht um im heutigen Umfeld zu bestehen. Im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen hält er nämlich an der goldenen Regel für Werbung fest: Er investiert einen ordentlichen Anteil seines Umsatzes darin. Du bist niemals genug gross und hast es niemals ganz geschafft. Er setzt auf ein starkes Marketing und den gefestigten Brand. Den etwas sticht sofort ins Auge. Die Dose sieht noch fast genau gleich aus, wie vor rund 28 Jahren. «Red Bull» hat immer gewusst, wer sie sind und wohin sie wollen. Das ist ihre Formel für die Flügel.

Take-Away-Messages:

  • «Red Bull» versteht seine Geschichte.
  • Sie investieren den richtigen Anteil ihres Umsatzes in Marketing.
  • Du bist nie zu bekannt für gutes Marketing.

sources: Red Bull | teaser: Christian Pondella/Red Bull Content Pool