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So erzählst du deine Story richtig

Das ist doch scheisse! Da sitzt man stundenlang an einer tollen Story, schreibt seinen Text gefühlte Tausend Mal um und dann interessiert ihn kein Schwein! Liegt es am falschen Bild, der falschen Social-Media-Plattform oder etwa doch am Inhalt? Könnte. Aber der Grund, wieso sich niemand um deine Meinung reisst, ist einfach: Hörst du deiner Community auch wirklich zu oder postest du einfach munter vor dich hin? Na siehst du, da haben wir den Salat.

Ich weiss, es hört sich alles unglaublich verlockend an: YouTuber, Facebook-Star, Instagram-Beauty-Spezialistin oder Gamer auf Twitch. Aber Aufmerksamkeit und Interaktionen muss man sich erarbeiten. Man kann nicht einfach viele Follower sammeln und danach davon ausgehen, dass man auch identisch viele Interaktionen und aktive User hat. So einfach ist es dann doch nicht…

#1 DU bist nicht das Mass der Dinge

Du bist nicht der Erste, der die Idee hatte seinen Content über Facebook, Instagram, Snapchat oder Twitter zu verbreiten – ach ja, Content = Inhalt, spreaden = verbreiten. Immer diese komischen Begriffe. Je früher du diesen Fakt akzeptierst desto besser.

Das ist kein Problem, sondern ein grosser Vorteil. Du hast die Möglichkeit deine Geschichte Menschen zu erzählen, die bereits ein Interesse an deinem Content haben. Du bist nicht mehr der Erste, also musst du auch niemandem mehr erklären, wieso er deinen Beauty-Blog, deine Fitness-Pics oder deine DailyVlogs anschauen sollte – so bin ich, ich suche die Vorteile in einer anscheinend benachteiligten Ausgangslage.

Mach es dir also zu Nutzen eine Gruppe Menschen anzusprechen, die bereits ein grosses Interesse an deinen angesprochenen Themen hat – Hmm, das schreit förmlich nach einem Artikel, in dem ich dir erkläre, wie du eine Zielgruppe aufbaust.

#2 Einer ist besser als keiner

In einer Zeit der Superlativen ist es verständlicherweise schwierig, sich mit kleinen Zahlen anzufreunden. Aber ich verrate dir ein Geheimnis, das dich total aus den Socken hauen wird: Eins ist grösser als Null, Eins ist grösser als Null.
Ganz genau, es ist nämlich egal, wie viele Follower oder Leser du hast, es geht darum, wie tief deine Verbindung mit diesen ist. Arbeite im Gegensatz zu allen anderen in die Tiefe und nicht in die Breite. Schon bald werden deine Interaktionen auf das Niveau gehen, das du dir immer gewünscht hast.

Was meine ich damit? Auf Social Media wird dir von vielen erklärt, wie du mehr Follower und noch mehr Likes sammelst. Ich will dir verraten, wie du eine wirkliche Connection aufbaust: Jeder Klick, jeder Like und jede Interaktion kann dein Durchbruch sein. Du weisst nie, wer am anderen Ende der Leitung sitzt. Kümmere dich gefälligst um jeden deiner Leser, Follower oder Fans genau gleich. Aber das ist viel Arbeit! Na und?

Du willst auf Social Media einen Eindruck hinterlassen?
Du willst wahre Interaktions-Gewitter, wenn du einen neuen Tweet absetzt?
Du willst mit deiner Community unter deinen Posts diskutieren?

Dann hör endlich auf deine Fans wie eine einfache Zahl zu behandeln! Mein Anspruch an mich selbst: Jede Nachricht, jeden Follower auf Twitter und jeden Kommentar mit einer Reaktion von mir wertzuschätzen. Ja, es benötigt Zeit, aber Menschen geben dann etwas auf dich, wenn du etwas auf sie gibst.

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#3 Was ist der ROI von Social Media?

Der ROI (Return on Investment) ist mein Nummer 1 Hasswort im Social Media Bereich. Was ist der ROI von einem Basketball für mich? Null, nix – höchstens einen verstauchten Knöchel. Wie hoch ist er für LeBron James? Millionen! Wie hoch ist der ROI eines internetfähigen Gerätes für mich? Tja, das finden wir noch heraus. Es geht nicht um die Materie, die den ROI festlegt, es geht um deinen Umgang mit der Materie.

Wenn du dich bei Social Media auf den schnellen ROI eingestellt hast, kannst du dich jetzt hinsetzen, einmal den Kopf schütteln und diesen Gedanken wieder verwerfen. ROI entwickelt sich mit deinen Fähigkeiten. Du kannst ihn nicht einfach erwarten und schon gar nicht auf Social Media. Die Sozialen Netzwerken sind ein raues Pflaster, vor allem, wenn dein einziges Bestreben das Geld ist.

Versuche die ersten beiden Buchstaben komplett auszublenden. Was bleibt übrig? I für Investment. Und das machst du jetzt: Investiere mal so richtig. Geh über die vollen 12 Runden und versuche alles herauszuholen. Du wirst sehen, es lohnt sich und in diesem Prozess wirst du eine Menge über dich lernen.

#4 Context über Content

Wenn Content König ist, dann ist Context Gott – auch wenn ich nicht religiös bin, passt der Vergleich hier einfach. Viele Blogger und User produzieren unglaublich guten Content, das steht ausser Frage. Was sie danach aber nicht beachten, ist den nötigen Context zu produzieren. Man muss seinen Content in eine Diskussion einbringen, er muss für die Leute greifbar sein.

Beispiel: Wenn du die besten Tipps und Tricks für Spass im Strand-Urlaub zusammenstellst und kein Mensch auf dieser Welt einen besseren Artikel dazu produzieren könnte, würde es trotzdem keinen Menschen interessieren, wenn du ihn im tiefsten Winter veröffentlichst.

Sei relevant und baue die Tiefe in Gesprächen auf, die du für deinen Content benötigst. Context vs. Content hätte einen einzelnen Artikel verdient. Diese einfachen Grundlagen sollten dir aber für den Anfang reichen. Mach einen einfachen Selbsttest: Würdest du – sei ehrlich – auf diesen Artikel klicken und ihn lesen?

#5 Gib mehr als du nimmst

Hää, warum das? Denkst du es gibt nicht genug von diesen: «Hey, lies meinen Blog, subscribe meinen Channel und kaufe mein Produkt»-Scheiss? Jeder hat das Gefühl man könne einen netten Artikel schreiben und danach gleich auf den Verkauf aus sein. Weisst du, wie du einzigartig bist? Gib mehr als du nimmst!

Nichts ist für einen User auf Social Media schöner, als guten Content zu geniessen und zu wissen, dass nicht der nächste Pitch auf ihn wartet. Glaub mir, es kommt die Zeit in der du auch etwas von deinen Followern verlangen kannst: Einen Call-To-Action, Teilnahme an einer Abstimmung und so weiter.

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Meine Devise und eines der wichtigsten Rezepte, das ich täglich verfolge: Ein gutes Produkt braucht keine unnötige aufdringliche Werbung. Menschen kaufen nicht etwas, sie kaufen das Warum, sie kaufen das Gefühl, das sie dabei haben. Wenn du ihnen mit gutem Content dieses Gefühl vermitteln kannst, machst du alles richtig.

Und so, lieber Leser, erzählst du deine Story richtig…

(By the way: Dieser Post wurde aufgrund einer einzelnen Anfrage eines Lesers geschrieben. Nicht labern, sondern auch machen.)
In Anlehnung an Texte von Gary Vaynerchuk und Simon Sinek